<

>


Potsdamer Platz

Standort: Berlin, Deutschland
Jahr: 1995-1999
Architekturbüro: Richard Rogers Partnership
Auftraggeber: Daimler Chrysler, debis lmmobilienmanagement
Bürofläche: 29.000 m² im Gebäude B4 + B6
Wohnen inkl. Erschl.: 12.000 m²
Wohneinheiten: 64 Wohnungen und 7 Penthäuser
Einzelhandel: 7.000 m² im Gebäude B4 + B6
Auszeichnungen: RIBA Award for Buildings in Europe, 2000

Das Projekt besteht aus zwei neungeschossigen Bürogebäuden, die auf der einen Seite an einen
Park, auf der anderen Seite an eine Shoppingmall angrenzen und durch ein Wohngebäude ergänzt werden. Der Bebauungsplan, erarbeitet von Renzo Piano Buildingworkshop, verlangte die Eingänge zu den Bürogebäuden in das erste Obergeschoss auf 10 m Höhe zu legen. Das Erdgeschoss, das erste Obergeschoss und das erste Untergeschoss werden für Shops von der angrenzenden glasüberdachten Einkaufsstraße genutzt. Dieser potenzielle Nachteil für den Zugang zu den Büroetagen wurde ins Gegenteil gekehrt und zum Hauptthema des Entwurfs gemacht. Die Blöcke wurden zum Park hin aufgebrochen und die vertikale Erschließung, eine Abfolge von Treppen, Fahrtreppen und Aufzügen zur besseren Orientierung sichtbar gemacht. Die Form der Gebäude erlaubt auch eine bessere Belichtung und passive Nutzung der Sonnenenergie sowie Ausblicke über die Atrien auf den angrenzenden Park. Die Bürogebäude sind ausschließlich natürlich belüftet und benötigen keine Lüftungsanlage.
Angrenzend an die Büroblocks befindet sich das zehngeschossige Wohngebäude. Der Bebauungsplan erlaubte die Wohnnutzung erst ab dem dritten Obergeschoss in 13 m Höhe. Die darunter liegenden Geschosse werden als Geschäftsfläche von der angrenzenden Shoppingmall genutzt, deren begrüntes Dach den vom Strassenniveau abgehobenen ruhigen Gartenhof bildet. Der Baukörper wurde zur Sonne und zum Park hin aufgebrochen um eine optimale Belichtung und Ausblicke von allen Wohnungen zu ermöglichen. Wintergärten dienen als Wärmepuffer und ermöglichen die passive Nutzung der Sonnenenergie. Die vertikale Erschließung erfolgt über durchgehende Kerne in den Ecken des Gebäudes. Unter dem großflächig verglasten Dach befinden sich zweigeschossige Penthäuser mit spektakulärem Blick über die Stadt. Die dem Glasdach zugewandten zweigeschossigen. Wohnräume werden über eine in die Fassadenpfosten integrierte Heizung beheizt.
Während des Entwurfs wurde das Verhalten der Gebäude durch aufwändige Simulationen untersucht, die durch ein Forschungsprojekt der EU finanziert wurden.


projektgalerie

+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+